In einer im Oktober verabschiedeten Initiativstellungnahme plädierte die Beratende Kommission für den industriellen Wandel (CCMI) im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) für eine inklusive Digitalisierung des Schienenverkehrs. Sie schlug eine Initiative der Kommission vor, um die für die entsprechenden Investitionen notwendigen 100 Mrd. EUR zu mobilisieren.

„Wenn wir mit der Digitalisierung schneller vorankommen wollen, müssen wir auch bei der Einführung des Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems Tempo machen“, so Berichterstatter Alberto Mazzola. „Der Schienenverkehr könnte dank eines wettbewerbs- und innovationsfreundlichen Regelungsumfelds das Rückgrat für die Entwicklung des Aspekts ‚Mobilität‘ einer europäischen digitalen Identität bilden.“

Die Entwicklung des technischen und rechtlichen Rahmens sollte ebenfalls Vorrang haben. „Die europäischen Sozialpartner müssen im Dialog die Auswirkungen der Automatisierung und Digitalisierung antizipieren und abfedern, um für einen gerechten Übergang zu sorgen“, betonte Ko-Berichterstatter Guy Greivelding.

Während der Übergangsphase hin zu einem digitalisierten Schienenverkehrssystem muss außerdem der Sicherheitsaspekt - etwa durch solide Cybersicherheitsmaßnahmen - berücksichtigt werden. Der EWSA empfiehlt daher eine engere Zusammenarbeit zwischen der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) und der Eisenbahnagentur der Europäischen Union (ERA). (sma)