Das Potenzial der blauen Bioökonomie wird in der EU bisher nicht ausgeschöpft. Daher spricht sich der EWSA für die Durchführung europaweiter Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und Wissenschaftlern aus.

Auf Ersuchen des finnischen Ratsvorsitzes hat der EWSA eine Sondierungsstellungnahme zur Blauen Bioökonomie erarbeitet, in der es um wirtschaftliche Tätigkeiten auf der Grundlage einer nachhaltigen Nutzung erneuerbarer aquatischer Ressourcen und der einschlägigen Sachkompetenz geht. Die Stellungnahme wurde auf der Oktober-Plenartagung des EWSA verabschiedet.

Berichterstatter Simo Tiainen erklärte: „Durch die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt von Meeren, Seen und Flüssen werden sich neue Chancen für die Wirtschaft ergeben. Um dies zu ermöglichen, sind technologische Innovationen und finanzielle Unterstützung durch geeignete Instrumente erforderlich.“

Die blaue Bioökonomie sollte ein Schwerpunktbereich der EU im Rahmen ihrer Kooperationsprogramme mit den Vereinten Nationen werden und als Instrument zur Verwirklichung der Klimaschutzziele des Übereinkommens von Paris dienen. „Dies wird erhebliche Anstrengungen zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt in Meeres- und Binnengewässern sowie zur Erschließung ihres Potenzials zur CO2-Speicherung erfordern. So können auch gute Arbeitsplätze in ländlichen, Küsten- und Inselgebieten geschaffen werden“, schloss Mitberichterstatter Henri Malosse. (mr)