Auf der Tagesordnung der EWSA-Plenartagung am 30. Oktober stand eine Debatte mit Michel Barnier, dem Chefunterhändler der Europäischen Union für den Brexit. Barnier rief zu einer engen Partnerschaft zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich nach dem Brexit auf. Der Frieden in Irland müsse hierbei Priorität haben, außerdem sei „die Integrität des Binnenmarkts nicht verhandelbar“.

Michel Barnier erläuterte vor den EWSA-Mitgliedern den Stand der Brexit-Verhandlungen aus seiner Sicht und betonte die Entschlossenheit der Europäischen Kommission zu einem geordneten Brexit, da „die Gefahr eines Brexits ohne ratifiziertes Abkommen noch nicht gebannt“ sei. Ferner hob er hervor: „Der Brexit ist nur eine Etappe, nicht das Ziel“. Die größte Herausforderung bestehe nun darin, eine neue Partnerschaft zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich aufzubauen, die sich auf zwei Säulen stützt: den wirtschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit im Sicherheits- und Verteidigungsbereich.

EWSA-Präsident Luca Jahier eröffnete die Debatte. Er wies darauf hin, dass die Vertreter der Zivilgesellschaft nach dem Brexit eine wichtige Rolle spielen könnten. „Die Beziehungen zu Organisationen der britischen Zivilgesellschaft, die in den vergangenen 44 Jahren entstanden sind, müssen nicht nur bewahrt, sondern vielmehr noch gestärkt werden. Es bleibt noch viel harte Arbeit zu tun, aber der EWSA wird immer an Ihrer Seite sein!“ versicherte Luca Jahier.