Da die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Europa immer weiter schrumpft, müssen die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten umfassende Strategien für die Schaffung nationaler Maßnahmen entwickeln, um das Thema „aktives Altern“ wirksam anzugehen, so der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) in einer kürzlich verabschiedeten Stellungnahme.

Nach Ansicht des EWSA sind die bislang auf EU-Ebene und in den Mitgliedstaaten ergriffenen Maßnahmen eher Stückwerk und konnten das Problem der Altersdiskriminierung auf Europas Arbeitsmärkten nicht beheben. Dies wirkt für viele ältere Menschen deutlich abschreckend, sich auch nur um eine Arbeitsstelle zu bemühen, bzw. bringt sie dazu, vorzeitig aus dem Erwerbsleben auszuscheiden.

Zudem wurde die Wirkung der ergriffenen Maßnahmen nicht in geeigneter Weise gemessen, was dazu führt, dass die Mitgliedstaaten weder wissen, welche Strategien funktionieren, noch welche bewährten Verfahren weiter verbreitet werden sollten.

„In einer sich verändernden Arbeitswelt können der demografische Wandel und Herausforderungen im Beschäftigungsbereich nur ganzheitlich angegangen werden! Wir müssen den sozialen Dialog stärken und alle Interessenträger an der Entwicklung von Strategien für aktives Altern beteiligen“, so der Berichterstatter der Stellungnahme Irinel Eduard Floria.

In dieser Stellungnahme unterbreitet der EWSA einige konkrete Empfehlungen zur Bewältigung der Herausforderung der Bevölkerungsalterung. Dazu gehören die Vervollkommnung von Kompetenzen durch lebenslanges Lernen, die Bekämpfung der Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und die Förderung der Solidarität zwischen den Generationen. (ll)