EWSA fordert stärker integrierten verkehrspolitischen Ansatz

Der Verkehr ist ein Schlüsselfaktor für die nachhaltige Entwicklung. Er trägt zu Wirtschaft, Handel und Beschäftigung bei, verursacht aber auch Probleme in den Bereichen Umwelt, Verkehrsaufkommen und Sicherheit. In seiner Stellungnahme von Tellervo Kylä-Harakka-Ruonala setzt sich der EWSA mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG) auseinander. In einem übergreifenden Ansatz verknüpft er dabei die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Belange miteinander und drängt die Europäische Kommission, einen neuen integrierten Rahmen für die künftige Verkehrspolitik der EU aufzustellen.

„Verkehr ist ein grundlegender Politikbereich der Europäischen Union, doch wird das politische Handeln leider immer noch von Schubladendenken geprägt, weshalb der Blick aufs Ganze bei den Ansätzen und Initiativen zu kurz kommt. So werden etwa Probleme des Marktes im Rahmen der Verkehrspolitik behandelt, Klima- und Energiefragen hingegen im Rahmen der Energieunion“, erläuterte Frau Kylä-Harakka-Ruonala.

Des Weiteren ist ein angemessener Umgang mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung und Robotisierung erforderlich. „Verkehr muss zugänglich, bezahlbar, reibungslos und effektiv sowie sicher sein, um die Mobilität der Menschen und Güter zu ermöglichen. Das erfordert – im Einklang mit den SDG – umfangreiche Investitionen in eine angemessene Infrastruktur, Innovation und wirksame Verkehrssysteme, einschließlich des öffentlichen Verkehrs“, fasste Frau Kylä-Harakka-Ruonala zusammen.

Der Stellungnahme zufolge ist es auch unerlässlich, die Zivilgesellschaft in die Ausarbeitung und Umsetzung der Verkehrspolitik einzubeziehen. Dem öffentlichen Sektor kommt zwar eine maßgebende Rolle zu, doch sollten „Bottom-up“-Maßnahmen und Partnerschaften ebenfalls erleichtert werden. (mp)