EWSA fordert: Keine weitere Wasserprivatisierung!

Nach Auffassung des EWSA sollte sich eine überarbeitete Trinkwasserrichtlinie im Sinne der Europäischen Bürgerinitiative „Right2Water“ auf die WHO-Leitlinien stützen. Das Menschenrecht auf den Zugang zu Wasser sollte darin verankert werden. In seiner Stellungnahme zur Trinkwasserrichtlinie fordert der EWSA, die Privatisierung von Wasser zu stoppen, und ruft zu Maßnahmen auf, die Menschen zu einem überlegten Umgang mit der endlichen Ressource Wasser motivieren. Ferner sollte möglichen Problemen in der Mineralwasserindustrie zuvorgekommen werden.

Der EWSA bedauert, dass die Kommission in ihrem Vorschlag das von der Europäischen Bürgerinitiative und in den Nachhaltigkeitszielen geforderte universelle Recht auf Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung nicht eindeutig anerkennt. Das Modell der WHO, das sich auf die Wassermindestmenge pro Tag und Person stützt, könnte ein gangbarer Weg sein.

„Trinkwasser ist ein elementares Gut, das für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Würde aller Menschen sowie für die Wirtschafts- und Produktionstätigkeiten von entscheidender Bedeutung ist, weswegen es nicht länger privatisiert werden sollte“, so der Berichterstatter für die Stellungnahme, Gerardo Larghi.

Zur Vermeidung von Wasserverschwendung sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die sowohl auf Privatpersonen als auch auf die Industrie und die Landwirtschaft abzielen.

Vorausschauende Maßnahmen, einschließlich einer Umstrukturierung der Industrie und der Umschulung ihrer Beschäftigten, dürften zur Abfederung der erwarteten Auswirkungen auf die Mineralwasserhersteller beitragen. (sma)