Wie kann die EU das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger wiedergewinnen?

von der EWSA-Gruppe Vielfalt Europa

Die Gruppe Vielfalt Europa des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) veranstaltete am 20. Juli eine strukturierte Brainstorming-Sitzung, in der sie die Teilnehmer zu unkonventionellem Denken ermutigte und dazu aufforderte, Ideen für Vorschläge für den Gipfel zur Zukunft Europas in Sibiu zu sammeln.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Das Vertrauen der Bürger in die EU wiedergewinnen“ und war insbesondere folgenden Kernfragen gewidmet:

  • Welche themen- bzw. bereichsübergreifenden Prioritäten soll die EU verfolgen?
  • Wie können wir das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger durch Förderung einer wirksamen europäischen Sozialpolitik, Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung und Verteidigung eines gerechten Einwanderungssystems zurückgewinnen?
  • Wie können wir ein ausgewogenes Wirtschaftswachstum fördern und dabei die Rechte wahren?
  • Wie können wir durch Partnerschaft zu einer nachhaltigen Umwelt beitragen?
  • Wie können wir Europa und die Kommunikation über Europa wirksam fördern und gleichzeitig Befürchtungen bezüglich der Sicherheit sowie die durch Populisten geschürten Ängste ausräumen?
  • Welche Wünsche haben die Menschen in Europa noch, und wie könnte die EU diese Wünsche erfüllen?

Die Veranstaltung bildete den Auftakt für den Beitrag der Gruppe zum Aktionsplan des EWSA „Von Krakau bis Sibiu und darüber hinaus“, der von der erweiterten Präsidentschaft am 11. Juni in Krakau vorgestellt wurde, wobei alle Arbeitsorgane des EWSA – die drei Gruppen, die Fachkommissionen, die Beobachtungsstellen und die temporären Gruppen – aufgefordert worden waren, ihre Prioritäten in Bezug auf die Zukunft Europas im Hinblick auf den Gipfel in Sibiu im März 2019 festzulegen.

Im Zuge der Debatte wurden viele verschiedene Ideen zu den Themen Jugend, nachhaltige Entwicklung, KMU, Frieden, Grundrechte, freie Berufe, neue Formen der Zusammenarbeit, Erarbeitung von Regularien, Transparenz, soziale Innovation sowie Kommunikation über Europa vorgebracht.

Die einzelnen Empfehlungen werden in Kürze in einer umfassenden Prioritätenliste zusammengefasst. (ih)