Die Stärkung der europäischen Energienetze ist maßgebliche Voraussetzung für die Energieunion

Ein stärkerer europäischer Energienetzverbund ist eine Voraussetzung für eine europäische Energieunion. Ausbau und Integration der europäischen Energienetze sind entscheidend dafür, dass die Energiesysteme in Europa ihren Zweck erfüllen können: die Menschen in Europa auf wettbewerbsfähige Weise mit erschwinglicher, sicherer und nachhaltiger Energie zu versorgen.

In seiner einschlägigen, von Berichterstatter Andrés Barceló Delgado verfassten Stellungnahme, die auf der April-Plenartagung verabschiedet wurde, begrüßt der EWSA die Kommissionsmitteilung über die Stärkung der Energienetze in Europa und weist darauf hin, dass die finanzielle Unterstützung durch die Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) EU-weit die Entwicklung einer steigenden Zahl von Projekten ermöglicht hat.

Herrn Barceló Delgado zufolge bleibt noch viel zu tun. „Das für 2020 festgelegte Verbundziel von 10 % kann in verschiedenen Mitgliedstaaten nicht erreicht werden. Die dem zugrunde liegenden Schwierigkeiten (komplexe Verwaltungsverfahren, politische Implikationen, Finanzierung, fehlende gesellschaftliche Akzeptanz) sind noch nicht behoben und können das Erreichen der Ziele für 2030 gefährden,“ warnte er.

Der EWSA unterbreitet deshalb diverse Empfehlungen zu verschiedenen ungelösten Fragen und spricht sich u. a. für bessere Analysen, eine frühzeitige umfassende Einbindung der Interessenträger und eine Aufstockung der Haushaltsmittel aus. (mp)