EWSA fordert Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger an europäischer Energieunion

Der EWSA unterstützt nachdrücklich die Ziele des Projekts Energieunion und ermutigt die Gesellschaft der EU, ihre Rolle im Rahmen der Energieunion umfassend wahrzunehmen. Die Energieunion beinhaltet mehr als nur Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik und bietet Gelegenheit, Europa demokratischer, geeinter, wettbewerbsfähiger und gerechter zu gestalten. Wichtige Voraussetzung hierfür ist ein effektiver Energiedialog mit der organisierten Zivilgesellschaft auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene.

In seiner von Toni Vidan und Christophe Quarez erarbeiteten einschlägigen Stellungnahme, die auf der April-Plenartagung verabschiedet wurde, zieht der EWSA auf der Grundlage des von der Europäischen Kommission im November 2017 vorgelegten Dritten Berichts zur Lage der Energieunion eine Bilanz der Fortschritte.

Die organisierte Zivilgesellschaft muss aktiv und dauerhaft eingebunden werden. Für einen effektiven Energiedialog sind gemeinsame Anstrengungen aller EU-Institutionen und ihrer Mitglieder, sowohl in Brüssel als auch vor Ort in den Mitgliedstaaten, nötig, um die Vorteile und Fragestellungen der Energieunion zu erörtern, die Bürger in die Planung der Energiewende einzubeziehen und öffentliche Debatten über Vorstellungen von der Energiezukunft in Europa zu veranstalten.

Der EWSA unterbreitet praktische Vorschläge zur Bewältigung der bestehenden Probleme: einen Sozialpakt für eine bürgergetriebene Energiewende, einen Europäischen Energieinformationsdienst, einen Europäischen Fonds für die Anpassung an die Energiewende und ein Grünes Programm ErasmusPro. (mp)