In Europa lebende Roma mit Diskriminierung und ethnischem Profiling konfrontiert

Die größte Minderheit in Europa, der mehr als zehn Millionen Menschen angehören, wird in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union nach wie vor diskriminiert und ausgegrenzt. Menschenrechtsorganisationen und EU-Entscheidungsträger kamen im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) zusammen und machten darauf aufmerksam, dass die Polizei bei Roma vielfach noch immer ethnisches Profiling anwendet. Im Rahmen der dritten Europäischen Woche der Roma, die von den EU-Institutionen vom 8. bis 12. April in Brüssel ausgerichtet wurde, fand eine öffentliche Anhörung zum Thema „Umgang mit Antiziganismus im ethnischen Profiling“ statt. 

Die Teilnehmer betonten, dass das größte Problem für Roma insbesondere in Mittel- und Osteuropa ihre unzureichende gesellschaftliche Integration bleibt und dass dies in den meisten Fällen zu Armut führt. Die Redner wiesen auch auf die Zunahme von ethnischem Profiling im Zuge von Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung und migrationsbedingten Grenzkontrollen hin und unterstrichen, dass von diesem relativ neuen Trend u. a. die Gruppe der Roma betroffen ist. (ia)