Die nachhaltige Zukunft Europas hängt vom Zugang zu Rohstoffen für Batterien ab

Die Europäische Union muss baldmöglichst dafür sorgen, dass sie dauerhaft Zugang zu den notwendigen Rohstoffen hat, um eine starke Batterieindustrie für die Produktion von Elektrofahrzeugbatterien aufzubauen. Diesbezüglich wirkte die Debatte, die am 5. Februar 2020 in der Sitzung der Fachgruppe Verkehr, Energie, Infrastrukturen, Informationsgesellschaft (TEN) des EWSA stattfand, als Weckruf.

Emissionsfreie Elektromobilität ist der nächste Meilenstein auf dem Weg zu nachhaltigem Verkehr und Klimaneutralität. Allerdings kann Europa nur dann fossile Brennstoffe aufgeben und die Elektrifizierung in Angriff nehmen, wenn es permanent Zugang zu den für die Batterieherstellung notwendigen Rohstoffen hat.

Laut Colin Lustenhouwer, Berichterstatter für die 2019 verabschiedete Stellungnahme des EWSA zum Strategischen Aktionsplan für Batterien, muss das Bewusstsein für die Dringlichkeit der erforderlichen Maßnahmen geschärft werden: „Umgehendes Handeln ist angesagt. Die Verfügbarkeit der Rohstoffe ist ein anhaltendes Problem, denn Europa hat kaum eigene Ressourcen, will aber seine sichere Versorgung gewährleisten. Elektrifizierung ist das einzige nachhaltige Antriebskonzept, und dafür brauchen wir Batterien.“

Die Rohstoffe sind in der EU nicht im erforderlichen Umfang verfügbar und müssen importiert werden. Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt werden vor allem in Südamerika und Asien abgebaut. Wenn Europa keine Maßnahmen ergreift, wird seine Abhängigkeit von Drittländern wie Brasilien und China weiter zunehmen.

Der Vorsitzende der Fachgruppe TEN, Pierre Jean Coulon, zog folgendes Fazit: „Im Interesse einer nachhaltigen Zukunft müssen wir beim gesamten Batterie-Lebenszyklus ansetzen und unsere Versorgung mit den notwendigen Rohstoffen sicherstellen. Die europäische Industrie kann im Bereich der Entwicklung und Anwendung von Batterien nur dann zu einem einflussreichen Weltmarktakteur werden, wenn sie in den kommenden Jahren einen Quantensprung schafft.“ (mp)