Der Beitrag der Unternehmen zu einem klimaneutralen Europa – optimale Nutzung des Potenzials der Nachhaltigkeitsziele und des Grünen Deals

von der Gruppe Arbeitgeber

Immer mehr Unternehmen in Europa denken bereits um und tragen im Geschäftsalltag neben den rein betriebswirtschaftlichen nun auch ökologischen und sozialen Aspekten Rechnung. Für eine erfolgreiche Umstellung auf eine grüne Wirtschaftsweise muss die EU die gleichen Rahmenbedingungen für alle Unternehmen schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie Investitionen fördern. So lauten einige der Schlussfolgerungen der Konferenz zum Thema „Der Beitrag der Unternehmen zu einem klimaneutralen Europa – optimale Nutzung des Potenzials der Nachhaltigkeitsziele und des Grünen Deals“ am 9. März in Split (Kroatien).

„Bei der Verwirklichung der Klimaneutralität und der Nachhaltigkeitsziele sind die Unternehmen nicht das Problem, sondern Teil der Lösung“, erklärte Jacek Krawczyk, Vorsitzender der Gruppe Arbeitgeber im EWSA, bei der Eröffnung der Konferenz.

Gordana Deranja, Vorsitzende des kroatischen Arbeitgeberverbands, betonte, dass sich die Ausgangslage in den einzelnen Ländern und sogar den einzelnen Regionen der EU unterscheidet, ein Faktor, der bei der Ökologisierung der Wirtschaft berücksichtigt werden muss.

„Die Anpassung der EU-Wirtschaft an die Nachhaltigkeitsziele wird in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zwar unterschiedlich rasch vorangehen, doch sind wir an einem Wendepunkt angekommen, besonders die kleineren Volkswirtschaften“, führte der kroatische Minister für Umweltschutz und Energie Tomislav Ćorić aus.

In der ersten Diskussionsrunde ging es darum, wie die Unternehmen die Nachhaltigkeitsziele in ihren Geschäftsalltag integrieren. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sich Nachhaltigkeits- und Umweltschutzfragen zunehmend auf die Entscheidungen der Kunden auswirken. Nur die Unternehmen, die sich die neue Denkweise zu eigen machen und die Nachhaltigkeitsziele als festen Bestandteil ihres Geschäftsmodells betrachten, würden künftig Erfolg haben.

In der zweiten Diskussionsrunde wurden die Folgen des europäischen Grünen Deals für die Industrie in der EU untersucht. Die Diskussionsteilnehmer kamen zu dem Schluss, dass die Umsetzung des europäischen Grünen Deals mit der Schaffung gleicher Rahmenbedingungen für die auf dem Weltmarkt miteinander konkurrierenden Unternehmen einhergehen muss.

Die Konferenz wurde gemeinsam von der Gruppe Arbeitgeber, dem kroatischen Arbeitgeberverband, dem Netzwerk Kroatien der Initiative Global Compact der Vereinten Nationen und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Split organisiert. (lj)