Die Gruppe Verschiedene Interessen des EWSA ruft zu Innovationen in der Zivilgesellschaft auf

von der Gruppe Verschiedene Interessen des EWSA

In einer außerordentlichen Sitzung der Gruppe Verschiedene Interessen wurde am 15. Februar eine Studie zum Thema Die künftige Entwicklung der Zivilgesellschaft in der Europäischen Union bis 2030 vorgestellt. Der EWSA hatte das Centre for information service, co-operation and development of NGOs (CNVOS - Slowenien) und das European Network of National Civil Society Associations (ENNA) mit der Durchführung der Studie beauftragt. 

Die Studie sollte ein besseres Verständnis der aktuellen Entwicklungen in europäischen Organisationen der Zivilgesellschaft ermöglichen, vor welchen Herausforderungen sie stehen, wie sie von diesen Herausforderungen beeinflusst werden und wie sie darauf reagieren können.

Die Studie sowie die Podiumsteilnehmer – darunter Ramón Luis Valcárcel Siso, Vizepräsident des Europäischen Parlaments mit Zuständigkeit für die Beziehungen zu EWSA und AdR – und die Teilnehmer der Veranstaltung stellten klare und ermutigende Signale heraus: in erster Linie die Bereitschaft der zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen, sich für die in Artikel 2 des Vertrags über die Europäische Union verankerten europäischen Werte (Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte) zu engagieren und diese einzuhalten und das europäische demokratische System zu erhalten und weiterzuentwickeln, in dem die zivilgesellschaftlichen Organisationen in ihrer Rolle als Vermittler zwischen Bürgern und Institutionen als Klebstoff unserer Gesellschaften fungieren.

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen fördern und verteidigen unsere europäischen Grundwerte. Sie schaffen und festigen Identität, Vertrauen und Solidarität. Um zu gewährleisten, dass sie sich an Veränderungen und Herausforderungen anpassen können und in der Lage sind, auch weiterhin ihre Vermittlerrolle wahrzunehmen und am Beschlussfassungsprozess mitzuwirken, muss eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt werden. Innovative Arbeitsmethoden sollten entwickelt werden, wobei der Schwerpunkt vornehmlich auf die Diversifizierung der Finanzierungsquellen, die Anpassung der Managementstrategien und die Konzipierung neuer Dienste im Zusammenhang mit politischer Bildung, Medienkompetenz und Faktencheck in Bezug auf Medienberichte gelegt werden sollte. (ih)