Niemand wird zurückgelassen: EWSA setzt sich für Etablierung der Kreislaufwirtschaft ein

Bei der Eröffnung der Konferenz der Interessenträger der Kreislaufwirtschaft in der Europäischen Kommission am 20. Februar nannte EWSA-Präsident Georges Dassis den Übergang in eine Kreislaufwirtschaft eine große Chance für die Zivilgesellschaft. "Auf lokaler Ebene hat die Entwicklung bereits begonnen... Allerdings muss eine breite Akzeptanz erreicht werden. Niemanden dabei zurückzulassen, ist eines der Ziele der Plattform der Interessenträger für die Kreislaufwirtschaft, einem wichtigen Forum, in dem diese gemeinsame Vision vom Übergang in eine nachhaltige europäische Kreislaufwirtschaft entsteht."

Am zweiten Tag der Konferenz, die vom EWSA ausgerichtet wurde, lag der Schwerpunkt auf Ideen und Aktionen aus ganz Europa, mit denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), sozialwirtschaftliche Unternehmen, Arbeitnehmer, Landwirte, Hersteller und Verbraucher die Kreislaufwirtschaft auf lokaler Ebene etablieren.

Der EWSA lud über 300 Teilnehmer zu 16 parallel stattfindenden Workshops ein, bei denen sie ihr Wissen und bewährte Verfahren austauschen und Hindernisse, die der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft entgegenstehen, thematisieren konnten.

Diskutiert wurden u. a. Reparierbarkeit und eine umweltgerechte Gestaltung, die Rolle von Abfällen, eine erweiterte Herstellerverantwortung, das Konzept der Kreislaufwirtschaft in der Ernährungs- und Forstwirtschaft, eine Kreislaufwirtschaft auf globaler Ebene, ihre Beschäftigungsdimension, eine umweltverträgliche Finanzierung, die Schaffung einer Problemlösungsgemeinschaft sowie die KMU und die Kreislaufwirtschaft.

Aus den Diskussionen ging hervor, dass die Zeit drängt und die Einbindung aller Akteure erforderlich ist. Die Kreislaufwirtschafts-Community muss möglichst inklusiv sein und praktische Erfahrungen müssen weitestmöglich ausgetauscht werden, um einen Multiplikatoreffekt zu erzielen.

Die Hauptaufgaben des EWSA bestehen darin, über die Verwaltung der Website und den Aufbau einer partnerschaftlich zusammenarbeitenden und engagierten Interessengruppengemeinschaft das Tempo zu beschleunigen und ein möglichst breit gestreutes Kräftespektrum zu mobilisieren.

Ein ausführlicher Bericht mit den Hauptergebnissen der Konferenz wird bald auf der Website der Plattform der Interessenträger für die Kreislaufwirtschaft veröffentlicht werden. (dm)