Mehr Maßnahmen im EU-Recht erforderlich, um Rechte von Frauen mit Behinderungen zu garantieren

Frauen mit Behinderungen sollten über sie betreffende Angelegenheiten selbst entscheiden können und in öffentlichen Einrichtungen angemessen vertreten sein, erklärten Behindertenverbände auf einer Konferenz zum Thema „Frauen mit Behinderungen in der EU: aktuelle Lage und Möglichkeiten für Verbesserungen“ im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss.

Die meisten Redner waren sich einig, dass Frauen mit Behinderungen stärker benachteiligt werden als Männer mit Behinderungen und trotz allen Fortschritts in der EU noch immer einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt sind. Es wurde betont, dass es keine spezifischen politischen Maßnahmen für Frauen mit Behinderungen gibt. Die Redner unterstrichen, dass auf EU-Ebene Rechtsvorschriften vorangetrieben werden müssen, mit denen speziell die Rechte von Frauen mit Behinderungen geschützt werden. Besonderes Augenmerk müsse der Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen gelten, da sie eher Opfer häuslicher Gewalt würden. An der Konferenz nahmen auch Vertreter verschiedener Behindertenverbände sowie der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments teil. (mb/ia)