EWSA auf dem Europäischen Industrietag

„Die europäische Industrie steht vor gewaltigen Herausforderungen, die kein einziger Mitgliedstaat allein bewältigen kann. Doch bieten sich auch enorme Chancen. Wir müssen sie ergreifen, um unsere Führungsrolle dort, wo wir sie haben, zu behaupten und dort, wo wir sie fast an Wettbewerber verloren haben, zurückzuerlangen“.

Dieser Weg wird jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn alle 28 Mitgliedstaaten zusammen und nicht getrennt voneinander agieren. Daher fordere ich die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die zahlreichen politischen Maßnahmen zu einer einzigen langfristigen Strategie zu bündeln und unsere Länder auf ein kohärentes Vorgehen zur Förderung grenzüberschreitender Industriecluster einzuschwören“, betonte EWSA-Vizepräsident Gonçalo Lobo Xavier auf dem Europäischen Industrietag.

In seiner am 15. Februar verabschiedeten Stellungnahme Investitionen in eine intelligente, innovative und nachhaltige Industrie fordert der EWSA außerdem die Vollendung des Binnenmarkts, einschließlich des Kapitalmarktes. Besonders wichtig ist es, die Standardisierung und Selbstregulierung auszubauen.

„Die kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft eröffnet viele Geschäftsmöglichkeiten. Um sie zu ergreifen, brauchen wir einen gemeinsamen Rahmen und eine längerfristige Strategie sowie die Entschlossenheit der Mitgliedstaaten zu einem kohärenten Vorgehen. Außerdem benötigen unsere Unternehmen gleiche Wettbewerbsbedingungen. Daher muss die Kommission entschlossen gegen unlautere Handelspraktiken vorgehen“, betonte der Berichterstatter der Stellungnahme, Bojidar Danev.

Da sich die Struktur des Arbeitsmarktes dramatisch verändern wird, fordert der EWSA angemessene Bewertungen, um mögliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigten zu vermeiden. Lösungen für das Lernen am Arbeitsplatz sollten viel stärker angewandt werden, damit alle Arbeitnehmer ihre Fähigkeiten und digitalen Kompetenzen ausbauen können.

„Die Menschen müssen im Mittelpunkt des Wandels stehen“, betonte die Mitberichterstatterin der Stellungnahme, Monica Sitarová Hrušecká. „Es ist wichtig, dass die Möglichkeiten der neuen Technologien nicht nur zur Schaffung neuer Produkte, sondern auch zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten genutzt werden“. (sma)

On the photo: Gonçalo Lobo Xavier, EWSA-Vizepräsident