Der EWSA fordert die EU-Mitgliedstaaten auf, die WWU möglichst rasch zu vollenden

Die Mitgliedstaaten müssen unbedingt für eine stabile, wohlhabende und widerstandsfähigere WWU sorgen. Dafür sind weitere Maßnahmen auf nationaler und EU-Ebene erforderlich, so eine der wichtigsten Schlussfolgerungen der öffentlichen Debatte über die Vollendung der WWU, die unlängst im EWSA stattfand.

Wirtschaftsexperten sowie Vertreter der Institutionen und der Zivilgesellschaft sind sich darüber einig, dass angesichts der derzeitigen Herausforderungen und der Erfahrungen aus den vergangenen Krisen die WWU unbedingt reformiert und vollendet werden muss. Die derzeitige unionsweite wirtschaftliche Erholung und die wachsende Unterstützung für die EU seitens der Bürgerinnen und Bürger bieten eine hervorragende Gelegenheit hierfür.

Im Hinblick auf die Vollendung der WWU hielten die Teilnehmer an der Debatte eine rasche Vollendung der Bankenunion und der Kapitalmarktunion für besonders wichtig. Sie forderten die Mitgliedstaaten und die Kommission nachdrücklich auf, die Tragfähigkeit der künftigen Finanzen sicherzustellen und bei den künftigen Entscheidungen über die WWU das richtige Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Solidarität zu finden.

Es wurden vier Mittel präsentiert, um die Wirkung interner Strukturreformen rasch zu maximieren: eine gemeinsame makroökonomische Strategie für den Euroraum zur Abfederung asymmetrischer Schocks, ein gemeinsamer Ansatz für Kapitalinvestitionen und Innovation auf mikroökonomischer Ebene, ein Haushalt für den Euroraum zur Finanzierung bestimmter europäischer Kollektivgüter und ein wirksamerer und rechenschaftspflichtiger institutioneller Rahmen für den Euroraum, damit dieser z.B. einen Finanzminister erhält.

Die EWSA-Berichterstatter Mihai Ivaşcu (Verschiedene Interessen) und Stefano Palmieri (Arbeitnehmer) werden die Ergebnisse der Debatte in ihre Stellungnahme zum WWU-Paket der Kommission einfließen lassen, über die im kommenden April abgestimmt wird. (jk)