Gruppe Arbeitnehmer des EWSA begrüßt Einigung zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

von der Gruppe Arbeitnehmer des EWSA

Am 24. Januar erzielten das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten eine Einigung über die Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. „Diese Einigung ist ein konkreter Schritt, um das Leben von berufstätigen Eltern und pflegenden Angehörigen in Europa zu erleichtern“, so Gaby Bischoff, Vorsitzende der Gruppe Arbeitnehmer im EWSA.

Mit ihrer Stellungnahme zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben von berufstätigen Eltern und Pflegepersonen hat die Gruppe Arbeitnehmer im EWSA einen diskussionsbestimmenden Beitrag zur Debatte über die Stärkung der Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Betreuungs- und Pflegepflichten geleistet. Insbesondere die Gewerkschaften hatten auf diese Rechtsetzungsinitiative als unabdingbaren Bestandteil der europäischen Säule sozialer Rechte und Beitrag zum sozialen Fortschritt für die europäischen Bürgerinnen und Bürger gedrängt.

„Wir begrüßen die Einigung“, erklärte Gaby Bischoff, „die Einführung von zehn Tagen Vaterschaftsurlaub in der Zeit rund um die Geburt stellt einen Fortschritt dar. Während dieser Zeit erhalten die Väter bzw. die anderen Elternteile eine Vergütung in Höhe des Krankengeldes, womit die angestrebte stärkere Einbeziehung der Väter bzw. Partner erreicht wird. Mütter und Väter haben beide Anspruch auf Elternurlaub, der ‚angemessen‘ vergütet wird. Eltern bei Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben besser zu unterstützen, war für die Gewerkschaften ein zentrales Thema, für das sie sich stark gemacht haben. Darüber hinaus können Menschen, die einen kranken Angehörigen pflegen, nun fünf Tage Pflegeurlaub nehmen“, führte Frau Bischoff aus.

„Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sind Instrumente, die es Frauen und Männern ermöglichen werden, ihre Entscheidungen zu gleichen Ausgangsbedingungen zu treffen“, erklärte Erika Koller, die Berichterstatterin für diese Stellungnahme. „Diese Einigung ist keine Wunderlösung für alle Probleme, aber mit Gewissheit ein Schritt in die richtige Richtung.“ (ppr)