Gesellschaft außerhalb der Großstädte: die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen bei der Bekämpfung des Populismus

von der Gruppe Vielfalt Europa im EWSA

Der Populismus greift in der EU heute um sich wie seit den 30er Jahren nicht mehr. In diesem Zusammenhang hat die Gruppe Vielfalt Europa im EWSA eine Studie zum Thema Gesellschaft außerhalb der Großstädte: die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen bei der Bekämpfung des Populismus durchgeführt, die jetzt online abgerufen werden kann.

Darin werden Faktoren ermittelt, die die Bürger anfällig für Populismus machen, und es wird aufgezeigt, was zivilgesellschaftliche Organisationen dagegen tun können. Im Mittelpunkt stehen acht außerhalb von Ballungszentren liegende Gebiete (aus vier verschiedenen Ländern) mit einem stark populistisch geprägten Wahlverhalten, jeweils eine Region unter und eine über dem EU-Durchschnitt:

  • Klagenfurt-Villach und Niederösterreich-Süd (Österreich)
  • Drôme und Aisne (Frankreich)
  • Udine und Reggio di Calabria (Italien)
  • Płocki und Nowosądecki (Polen)

Wirtschaftlicher Niedergang, soziale Instabilität und niedriger Bildungsstand sind wichtige Faktoren für den wachsenden Zulauf zu populistischen Gruppierungen in der gesamten EU. Es gibt aber auch noch wichtigere, voneinander abhängige Faktoren. So werden beispielsweise tatsächlich begründete oder nur in der Wahrnehmung bestehende Unsicherheiten täglich durch Desinformation befeuert, während sich viele junge Wähler von der Idee angezogen fühlen, dass populistische Parteien in festgefahrenen und inkompetenten politischen Systemen einen positiven Wandel herbeiführen können.

Die Gruppe Vielfalt Europa ist der festen Überzeugung, dass den EWSA-Mitgliedern eine doppelte Verantwortung zukommt: Sie müssen sowohl auf als auch auf Ebene entschlossener vorgehen, um eine stärkere Vernetzung zu schaffen und Europa besser zu erklären und der Öffentlichkeit näherzubringen. Letztendlich geht der Schutz und Erhalt der freiheitlichen Demokratie uns alle an! (cl)