EWSA unterstützt Schaffung eines europäischen Cybersicherheitszentrums

Der EWSA unterstützt die Initiative der Europäischen Kommission, ein Europäisches Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung und ein Netz nationaler Koordinierungszentren zu schaffen. Ziel ist es, der EU dabei zu helfen, ihre technologischen und industriellen Cybersicherheitskapazitäten auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Cybersicherheitsindustrie zu steigern.

In der auf der Plenartagung im Januar verabschiedeten Stellungnahme von Antonio Longo und Alberto Mazzola betont der EWSA, dass der Kommissionsvorschlag ein wichtiger Schritt zur Entwicklung einer Industriestrategie für Cybersicherheit und von strategischer Bedeutung für die Erreichung einer soliden und weitreichenden digitalen Autonomie ist. Angesichts des derzeit stattfindenden Cyberkriegs, der das politische, wirtschaftliche und soziale Gefüge gefährdet, sind diese Faktoren für die Stärkung der europäischen Schutzinstrumente unerlässlich.

„Unsere Gesellschaft als Ganzes ist betroffen. In nur zehn Jahren haben die Cyberangriffe mit einem Anstieg von 800 000 auf 8 Millionen weltweit massiv zugenommen“, hob Antonio Longo hervor. „Wir unterstützen die Initiative der Kommission, ein Kompetenzzentrum einzurichten, das die nationalen Zentren koordiniert und als Referenz für die Kompetenzgemeinschaft für Cybersicherheit dient“, so Longo weiter.

Ein Eckpfeiler der Strategie ist eine öffentlich-private Partnerschaft für Cybersicherheit. „Wir befürworten die Ausweitung der Zusammenarbeit auf die Industrie auf der Grundlage fester Zusagen in den Bereichen Wissenschaft und Investitionen. Wir plädieren für einen trilateralen Ansatz unter Einbeziehung der Europäischen Kommission, der Mitgliedstaaten und der Unternehmen“, fügte Alberto Mazzola hinzu. Seine Schlussfolgerung lautete: „Unsere Tür muss auch jenen Unternehmen aus Drittstaaten offenstehen, die die Teilnahmebedingungen der EU akzeptieren“. (mp)