Unternehmen in der EU bereit, den ökologischen und digitalen Wandel in Angriff zu nehmen

vom Vorsitzenden der Gruppe Arbeitgeber Stefano Mallia

Klimaneutralität und eine führende Rolle Europas im digitalen Bereich werden nicht leicht zu erreichen sein. Die Transformationsagenda des europäischen Grünen Deals ist ebenso anspruchsvoll wie dringend erforderlich. Manchen CEO mag dies wie eine Herkulesaufgabe erscheinen, doch sind die Arbeitgeber in der EU bereit, für den ökologischen und digitalen Wandel einen Gang hochzuschalten.

Die Senkung der CO2-Emissionen wird für energieintensive Branchen mit hohen Energiekosten verbunden sein, während gleichzeitig ein umfassender Strukturwandel durchgeführt werden muss, der für die Industrie sowie den Verkehrs- und Energiesektor Wettbewerbsnachteile auf einem hart umkämpften Weltmarkt mit sich bringen kann.

Nichtsdestotrotz ist sie möglich, wenn dem übergreifenden klimapolitischen Ziel der EU eine ehrgeizige Industriepolitik zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit zur Seite gestellt wird. Zudem ist eine ebenso ehrgeizige Energiepolitik erforderlich, die die langfristige Sicherung der Energieversorgung und erschwingliche Energiepreise zum Ziel hat. Die überarbeitete Industriestrategie, die von der Kommission voraussichtlich Anfang 2021 vorgelegt wird, muss bei verschiedenen Aspekten der Energiepolitik und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie eindeutig einen Ausgleich schaffen.

Gleichzeitig sind digitale Lösungen unerlässlich für Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele des Grünen Deals. Europas Rückstand bei der Digitalisierung und der Hochgeschwindigkeitsanbindung erfordert einen „digitalen Deal“ für Europa.

Wir sind überzeugt, dass die europäischen Unternehmen über die Forschungskapazitäten und technischen Lösungen verfügen, um Europa zu einem führenden unabhängigen Akteur im digitalen Bereich zu machen.

Eine Größe fehlt allerdings in dieser Gleichung, und das sind die Investitionen. Das EU-Aufbaupaket soll umfassende finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Mitteln bereitstellen, die durch private Mittel ergänzt werden muss, wenn wir die für einen erfolgreichen Wiederaufbau erforderlichen Voraussetzungen schaffen wollen.

Wir müssen heute die entscheidenden Weichen stellen. Wenn es uns jetzt nicht gelingt, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, wird dies tiefgreifende und dauerhafte Auswirkungen auf Europas Gestaltungsmöglichkeiten der globalen Zukunft haben. Ein Scheitern können wir uns nicht erlauben.

Am 9. Dezember veranstaltete die Gruppe Arbeitgeber ein Webinar zum Thema „Dekarbonisierung und Digitalisierung vor dem Hintergrund der Globalisierung“. Die hieraus resultierenden Empfehlungen an die EU-Entscheidungsträger finden Sie hier: https://europa.eu/!dN89jx