Der EWSA begrüßt das neue Paket zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

Die Maßnahmen, die die Europäische Kommission vorschlägt, um das Problem der ungleichen Verteilung der Betreuungs- und Pflegeaufgaben in der Familie und der daraus resultierenden niedrigeren Erwerbsbeteiligung der Frauen anzugehen, sind zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch sind noch weitere Untersuchungen und Verbesserungen erforderlich, wie der EWSA in seiner Stellungnahme zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben von berufstätigen Eltern und Pflegepersonen feststellt.

Der Vorschlag der Kommission für eine Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige, um den es in dieser Stellungnahme geht, enthält die erste legislative Maßnahme der europäischen Säule sozialer Rechte. Er beinhaltet eine Vaterschaftskarenz von mindestens zehn Arbeitstagen bei Geburt eines Kindes, eine nicht übertragbare viermonatige Elternkarenz und fünf Tage Pflegefreistellung pro Jahr für Arbeitnehmer, die sich um kranke oder pflegebedürftige Angehörige kümmern.

All diese Freistellungsarten sind in Höhe des Krankengeldes zu vergüten. Die Altersgrenze des Kindes für die Gewährung einer Elternkarenz oder flexibler Arbeitsregelungen wurde von acht auf zwölf Jahre angehoben.

Nach Ansicht des EWSA sollten die Vorschläge auch den Bedürfnissen der Unternehmen Rechnung tragen, insbesondere denjenigen kleiner und mittlerer Unternehmen. (ll)