Europäische Plattform für die Einbeziehung der Roma tagt im EWSA

Am 27./28. November 2017 fand im EWSA die 11. Tagung der Europäischen Plattform für die Einbeziehung der Roma statt, die von der Europäischen Kommission organisiert wurde und dem Übergang von der Ausbildung in die Beschäftigung junger Roma gewidmet war.

Seit ihrer Einrichtung im Jahr 2009 tagte die Plattform, die die Zusammenarbeit zwischen den Interessenträgern aus dem Bereich Inklusion der Roma stärken soll, zum ersten Mal wieder im EWSA.

Gegenstand der Tagung war die extreme Ausgrenzung von Roma in Europa, die mit Segregation in den Schulen zu kämpfen haben und weitgehend vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Zu den Teilnehmern zählten Minister aus den Mitgliedstaaten, die EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, Vizepräsidenten und Mitglieder des Europäischen Parlaments und des EWSA sowie weitere hochrangige EU-Beamte und Mitarbeiter von Organisationen der Zivilgesellschaft, die die Roma vertreten.

EWSA-Vizepräsident Gonçalo Lobo Xavier sagte: "Dass die Tagung der Plattform hier im EWSA – dem Haus der Zivilgesellschaft – stattfindet, verdeutlicht die Bedeutung, die den Organisationen der Zivilgesellschaft für die Erzielung von Fortschritten bei der Inklusion der Roma zukommt”.

Der EWSA hat eine ständige Studiengruppe eingerichtet und damit beauftragt, die Umsetzung der Strategien zur Integration der Roma zu überwachen, den Standpunkt der Zivilgesellschaft zu dieser Frage zu vertreten und den weiteren Dialog über Roma-Angelegenheiten zwischen den Akteuren der Zivilgesellschaft und der EU zu fördern.

Außerdem veranstaltet die Studiengruppe Informationsreisen und Anhörungen mit Interessenträgern, um stärker für die Diskriminierung und Ausgrenzung der Roma zu sensibilisieren.

Auf der diesjährigen Tagung der Plattform wurde erörtert, was dagegen unternommen werden kann, dass die Roma die am stärksten unterrepräsentierte Gruppe auf dem Arbeitsmarkt bilden. Laut EU-Grundrechteagentur sind 63 Prozent der Roma im Alter von 15 bis 24 Jahre erwerbslos bzw. nicht in Ausbildung.

Die in den Workshops im EWSA erarbeiteten Empfehlungen wurden am zweiten Tag der Veranstaltung im Rahmen einer politischen Debatte mit hochrangigen Teilnehmern erörtert. (ll)